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Geschäftskonto Schweiz eröffnen 2026: Anbieter, Kosten, Ablauf

Sobald du selbstständig wirst oder eine Firma gründest, stellt sich die Frage: Brauche ich ein eigenes Geschäftskonto - und wenn ja, bei welcher Bank? Die Antwort hängt von deiner Rechtsform ab. Bei der GmbH ist ein spezielles Konto sogar zwingend für die Gründung.

Dieser Artikel zeigt dir, wann du ein Geschäftskonto brauchst, welche Unterlagen nötig sind, was es kostet und worauf du beim Kapitaleinzahlungskonto für die GmbH achten musst. Stand: 2026.

Inhalt
  1. Wann du ein Geschäftskonto brauchst
  2. Das Kapitaleinzahlungskonto für die GmbH
  3. Anbieter: Bank oder digitaler Dienst?
  4. Kosten im Überblick
  5. Konto eröffnen: Der Ablauf
  6. Häufige Fehler

Wann du ein Geschäftskonto brauchst

Ob ein Geschäftskonto Pflicht ist, hängt von der Rechtsform ab:

Einzelfirma

Kein Muss - aber dringend empfohlen

Rechtlich darfst du dein Privatkonto nutzen. In der Praxis lohnt sich ein separates Geschäftskonto fast immer: Es trennt Privates von Geschäftlichem, vereinfacht die Buchhaltung und macht die Steuererklärung nachvollziehbar. Viele Banken bieten günstige Konten für Einzelfirmen.

GmbH und AG

Pflicht - inkl. Kapitaleinzahlungskonto

Kapitalgesellschaften sind eine eigene juristische Person und brauchen zwingend ein eigenes Konto. Für die Gründung ist zudem ein Kapitaleinzahlungskonto nötig (siehe nächster Abschnitt). Die Vermischung mit Privatvermögen ist hier nicht nur unpraktisch, sondern rechtlich heikel.

Praxis-Tipp

Auch als Einzelfirma gilt: Trenne von Tag eins an. Ein separates Konto kostet wenig, spart aber bei der Buchhaltung Stunden und schützt dich bei einer Steuerprüfung vor mühsamen Erklärungen.

Das Kapitaleinzahlungskonto für die GmbH

Wer eine GmbH (Stammkapital CHF 20'000) oder AG (Aktienkapital CHF 100'000, mind. CHF 50'000 liberiert) gründet, muss das Kapital vor dem Notartermin auf ein Kapitaleinzahlungskonto einzahlen - ein spezielles Sperrkonto.

1

Sperrkonto eröffnen

Du eröffnest bei einer Bank ein Kapitaleinzahlungskonto auf den Namen der "GmbH in Gründung". Dafür brauchst du die Statuten und Angaben zu den Gesellschaftern.

2

Kapital einzahlen

Du überweist das Stammkapital auf das Sperrkonto. Das Geld ist bis zum Handelsregistereintrag blockiert.

3

Bestätigung für den Notar

Die Bank stellt eine Kapitaleinzahlungsbestätigung aus. Diese braucht der Notar für die öffentliche Beurkundung der Gründung.

Gebühr: meist ca. CHF 200-400

4

Umwandlung in Geschäftskonto

Nach dem Handelsregistereintrag wird das Sperrkonto freigegeben und in ein normales Geschäftskonto umgewandelt. Das Kapital steht der Gesellschaft jetzt zur Verfügung.

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Anbieter: Klassische Bank oder digitaler Dienst?

Bei der Wahl des Anbieters stehen sich zwei Welten gegenüber:

Klassische Banken

Kantonalbanken, Grossbanken, Raiffeisen und PostFinance bieten etablierte Geschäftskonten mit Filialnetz, persönlicher Beratung und der Möglichkeit, Kredite und das Kapitaleinzahlungskonto aus einer Hand zu beziehen. Dafür sind sie tendenziell teurer und die Eröffnung dauert länger.

Digitale Anbieter und Neobanken

Digitale Anbieter punkten mit schneller Online-Eröffnung, tiefen oder keinen Grundgebühren und guten Konditionen für Fremdwährungen. Im Gegenzug verzichtest du auf Filialberatung, und nicht jeder digitale Anbieter stellt Kapitaleinzahlungsbestätigungen für GmbH-Gründungen aus.

Wichtig

Wenn du eine GmbH gründest, kläre vorab, ob dein Wunsch-Anbieter ein Kapitaleinzahlungskonto anbietet und die Bestätigung zügig ausstellt. Nicht alle digitalen Dienste tun das - das kann den Gründungsfahrplan verzögern.

Kosten im Überblick

Kontoführung

ca. CHF 0-30 pro Monat

Je nach Anbieter und Leistungsumfang. Digitale Anbieter sind oft günstiger, klassische Banken bieten mehr Service. Achte auf versteckte Gebühren bei Zahlungen, Karten und Fremdwährungen.

Kapitaleinzahlungsbestätigung (GmbH/AG)

einmalig ca. CHF 200-400

Fällt nur bei der Gründung einer Kapitalgesellschaft an. Manche Banken erlassen die Gebühr, wenn du danach Kunde bleibst.

Transaktionen & Karten

variabel

QR-Rechnungen empfangen ist meist gratis, ausgehende Zahlungen je nach Paket. Eine Geschäfts-Debit- oder Kreditkarte kostet oft extra. Fremdwährungszahlungen haben eigene Tarife.

Konto eröffnen: Der Ablauf

Die Eröffnung läuft in der Regel so ab:

Häufige Fehler

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Häufig gestellte Fragen

Braucht eine Einzelfirma ein Geschäftskonto?

Gesetzlich nicht, aber dringend empfohlen. Ein separates Konto trennt Privates und Geschäftliches und vereinfacht Buchhaltung und Steuererklärung erheblich.

Was ist ein Kapitaleinzahlungskonto?

Ein Sperrkonto für das Stamm- oder Aktienkapital bei der Gründung einer GmbH oder AG. Die Bank stellt die Kapitaleinzahlungsbestätigung für den Notar aus; nach dem HR-Eintrag wird es zum normalen Geschäftskonto.

Was kostet ein Geschäftskonto?

Kontoführung meist CHF 0-30 pro Monat, plus ca. CHF 200-400 einmalig für die Kapitaleinzahlungsbestätigung bei GmbH/AG. Dazu Gebühren für Karten, Zahlungen und Fremdwährungen.

Welche Unterlagen brauche ich?

Ausweis, Wohnsitznachweis, Angaben zum wirtschaftlich Berechtigten sowie - je nach Rechtsform - Handelsregisterauszug oder Gründungsunterlagen und die UID.

Quellen

Hinweis: Diese Informationen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine individuelle Bank-, Rechts- oder Gründungsberatung. Konditionen und Gebühren der Anbieter ändern sich - vergleiche vor der Eröffnung aktuelle Angebote. Stand: Juni 2026.